Über uns

Orthopädisches Zentrum

Unter dem Dach des Orthopädischen Zentrums Martin-Ulbrich-Haus Rothenburg gGmbH finden Sie die Fachklinik für Orthopädie, die Klinik für Rehabilitation, das Wohnpflegeheim für Schwerstkörperbehinderte und die Tagespflegeeinrichtung „Sonnenhut“.

In der Fachklinik für Orthopädie werden Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, einschließlich handchirurgischer Erkrankungen behandelt.

Der Aufenthalt in der Klinik für Rehabilitation unterscheidet sich wesentlich vom Aufenthalt in der Fachklinik für Orthopädie. Nachdem die operative Behandlung abgeschlossen ist, beginnt die intensive physiotherapeutische Nachbehandlung.

Mit der Eröffnung des Wohnpflegeheimes für Schwerstkörperbehinderte im Jahr 1999 ist das Martin-Ulbrich-Haus zu seinen Wurzeln, der Arbeit mit Körperbehinderten, zurückgekehrt.

Standort/Region

Ein Haus mit lebenswertem Umfeld
Lebenswert und erlebenswert, mit intakter Umwelt und hohem Freizeitwert – so präsentiert sich die Region, in der unser Orthopädisches Zentrum zu Hause ist. Machen Sie mit uns einen kleinen Streifzug.

Rothenburg, rund sechstausend Einwohner klein, liegt am Neißetal, umgeben von viel Grün. Gleich in der Nachbarschaft liegt ein großes Landschaftsschutzgebiet, wo man noch Kraniche und Wildgänse beobachten kann.

Rothenburgs Marktplatz lädt zum Bummeln und Verweilen ein. Und wenn die Azaleen und Rhododendren in Blüte stehen, ist sein Stadtpark ein einziges rot-gelb-rosa-weißes Farbenmeer.

Knapp dreißig Kilometer südlich von Rothenburg liegt das erstmals 1071 urkundlich erwähnte Görlitz, eine der schönsten Städte Deutschlands, die sich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts aus der Burg „Yzcorelik“ entwickelt hat. Von der 400 Meter hohen Landeskrone vor den Toren der Stadt blickt man weit in die Oberlausitz und zum Riesengebirge. Vom Krieg verschont, wirkt das Stadtbild geschlossen und vielfältig zugleich, Gotik, Renaissance und Barock, Jugendstil und Neues Bauen.

Görlitz

Dreißig Kilometer nördlich von Rothenburg liegt Bad Muskau mit einem der herrlichsten Landschaftsgärten Europas. Sein Begründer war jener Fürst Hermann von Pückler-Muskau, dem wir auch das Fürst-Pückler-Eis verdanken. Er erlaubte nämlich einem Lausitzer Konditor, ein Schichteis nach ihm zu benennen. Der riesige Park liegt mit 200 Hektar diesseits und mit 350 Hektar jenseits der Neiße. Gemeinsam sind Deutsche und Polen bemüht, ihn zu restaurieren und so zu erhalten, wie er ursprünglich war.

Bautzen

Aber Sie müssen auch gar nicht weit gehen, um die Natur zu genießen. Unser gepflegtes parkähnliches Klinikgelände lädt zum Spazierengehen und Verweilen ein.

Ein Haus mit Tradition seit 1892
 
Die Anfangsjahre 1892 - 1903
Als der Rothenburger Oberpfarrer Martin Ulbrich am 22. Oktober 1892 sein Amt antrat, war er von der Notwendigkeit eines Heimes für körperbehinderte Jugendliche in der damaligen Provinz Schlesien überzeugt. Dank seiner Initiative wurden die „Krüppelkinder“ Schlesiens erfasst; es wurden 2.404 körperbehinderte Kinder gezählt.

Im April 1899 gründete er den Verein „Schlesisches Krüppelheim“ und übernahm die Geschäftsführung. In kurzer Zeit kamen durch Spenden und Beiträge 42.000 Deutsche Mark zusammen, zudem spendete die Stadt Rothenburg ein über 20.000 qm großes Flurstück. Dadurch konnte 1901 der Grundstein für das erste Gebäude, den heutigen Nordflügel, gelegt werden. Im Mai 1903 war die feierliche Einweihung. Die Arbeit des Hauses war von Anfang an geprägt vom Geist christlicher Nächstenliebe.

Aufgrund seiner großen Verdienste wurde Martin Ulbrich noch im selben Jahr zum Leiter der „Pfeifferschen Anstalten“ in Magdeburg berufen. Amtsnachfolger und Geschäftsführer des „Schlesischen Krüppelheims“ wurde Oberpfarrer Theodor Stock.

Damals war das Heim ständig überbelegt, viele Aufnahmeanträge mussten leider abgelehnt werden. Der Bau des Mittelhauses 1907 und des Südflügels 1912 waren die logische Konsequenz. Die Heilungs- und Ausbildungsmöglichkeiten für die körperbehinderten Heimbewohner konnten so weiter ausgebaut und verbessert werden.

Große Resonanz in den Jahren 1927 - 1939
Ein weiterer entscheidender Schritt war 1927 der Aufbau des Lehrlingsheimes, das so genannte „Georgshaus“. Diese für damalige Verhältnisse moderne Ausbildungsstätte ermöglichte behinderten Jugendlichen einen gesicherten Berufsabschluss. Hier waren Handwerksmeister als Ausbilder in den Berufen Tischler, Bürstenbinder, Korbmacher, Schumacher, Schneider, Orthopädiemechaniker und Buchbinder tätig. Hinzu kamen Damenschneiderei, nähen von Haushaltswäsche, Handarbeitslehre und kaufmännische Ausbildung.

Das „Schlesische Krüppelheim“ fand in allen Kreisen der Provinz Schlesien hohe Anerkennung und Wertschätzung. 1929 zählte es 283 Bewohner, 1939 bereits über 300.

In den Zeiten beider Weltkriege: Das Heim wurde zum Lazarett
Während der beiden Weltkriege wurde das Heim als Lazarett genutzt. Wegen der immer näher rückenden kriegerischen Auseinandersetzungen wurde das Lazarett gegen Ende des 2. Weltkrieges evakuiert. Die Gebäude blieben jedoch bis auf Dachschäden und zertrümmerte Fenster verschont. Nach dem Krieg kehrten Heiminsassen und Mitarbeiter zurück. Das Haus wurde u. a. Auffanglager für Schlesienflüchtlinge, außerdem wurden ein Stadtkrankenhaus und ein Seuchenlazarett eingerichtet.
 
Offizielle Wiedereröffnung 1946 und Umbenennung des "Schlesischen Krüppelheims" in "Martin-Ulbrich-Haus"
Am 1. Oktober 1946 war dann offizielle Wiedereröffnung als Orthopädische und Chirurgische Klinik. Dem folgte die Angliederung einer Heilstätte für Knochen- und Gelenktuberkulose mit 120 Betten.
Als der Name „Schlesisches Krüppelheim“ in der damaligen DDR nicht mehr zeitgemäß war, erfolgte zu Ehren des Gründers die Umbenennung in „Martin-Ulbrich-Haus“. Das Vereinsvermögen wurde als Sondervermögen von der Evangelischen Kirche übernommen.

Die weitere Entwicklung des Hauses im Überblick:

  • 1962 Einrichtung einer Ambulanz
  • 1964 Einbau einer modernen Röntgenanlage
  • 1965 Chefarzt Dr. Jürgen Dammann wird ärztlicher Leiter (bis 1991). Er baut das „Martin-Ulbrich-Haus“ zu einer modernen, hoch angesehenen Orthopädischen Klinik aus.
  • 1974/75 Erweiterung und Modernisierung des OP-Traktes
  • 1991 Chefarzt Dr. Wolfgang Bullmann wird Nachfolger von Dr. Dammann
  • 1992 OP-Neubau
  • 1993 Führung des Unternehmens als gGmbH
  • 1994 Eröffnung der Klinik für Rehabilitation
  • 1999 Eröffnung des Wohnpflegeheimes für Schwerstkörperbehinderte
  • 2001 Inbetriebnahme des neuen Bettenhauses
  • 2002 Sanierung Südflügel
  • 2002 Umfirmierung in Orthopädisches Zentrum Martin-Ulbrich-Haus Rothenburg gGmbH
  • 2006 Chefarzt Dr. Torsten Menzel wird Nachfolger von Dr. Bullmann
  • 2006 Grundsteinlegung Neubau Bettenhaus der Klinik für Rehabilitation
  • 2008 Fertigstellung Neubau Bettenhaus der Klinik für Rehabilitation
  • 2015 Umfangreiche Sanierung von OP- und Sterilisationsbereich
  • 2015 Errichtung eines Blockheizkraftwerkes

Die Klinik heute
Heute präsentiert sich das Orthopädische Zentrum rundum von seiner besten Seite, mit modern eingerichteten Patientenzimmern, selbstverständlich mit Fernsehen, kostenlosen W-lan sowie Telefon an jedem Bett und mit allem, was das Leben im Krankenhaus etwas angenehmer macht.

Museum

Ein Sprichwort sagt:

„Wer nicht weiß, was er war, wird nicht wissen können was er werden soll“.

100jähriges Jubiläum als Anlass des Aufbaus eines kleines Museums
Als das heutige „Orthopädische Zentrum“ im Jahr 2003 sein hundertjähriges Jubiläum vorbereitete war das Anlass genug, die bewegte Vergangenheit des ehemaligen „Schlesischen Krüppelheimes“ sichtbar darzustellen. So kamen Mitarbeiter der Einrichtung auf die Idee, mit dem Aufbau eines kleinen Museums die schwierigen Anfänge der heutigen Arbeit Besuchern und auch den eigenen Mitarbeitern vor Augen zu führen.

Der Beginn der Arbeit durch Pfarrer Martin Ulbrich war neben der Nächstenliebe von einem bemerkenswerten politischen Weitblick geprägt. Mit dem Bau des „Schlesischen Krüppelheimes“ und der damit bewusst verbundenen Schaffung einer beruflichen Existenz für körperbehinderte Jugendliche wurden diese Jugendlichen während der Nazi-Diktatur vor der grausigen Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ bewahrt. Die Möglichkeit, 10 verschiedene Berufe zu erlernen, machte für manchen Behinderten das Leben erstmalig überhaupt lebenswert.

Aus dieser Zeit stammen zum Teil die ausgestellten so genannten „Schienenhülsenapparate“, ein hölzerner „Laufbock“, das riesige Extensionsgestell für die Wirbelsäule und eine Holzpritsche für die Lufttherapie von Tuberkulose-Patienten. Auch wenn diese Gerätschaften heute eher an Folterinstrumente als an therapeutische Hilfsmittel erinnern, so waren sie doch für die damalige Zeit ein gewaltiger medizinischer Fortschritt.

Die Auswirkungen des 2. Weltkrieges
Nicht zu übersehen sind die Auswirkungen des 2. Weltkrieges. Der Fluchtbericht einer Diakonisse, die mit körperbehinderten Jugendlichen und hochschwangeren Frauen knapp einem russischen Transport nach Osten entging, ist beeindruckend. Hier findet ganz nebenbei ein kleiner, aber wichtiger Beitrag gegen das Vergessen von Kriegsgrauen, Flucht und Elend statt.
 
 
Entwicklung nach dem Krieg
Nach dem Krieg entwickelte sich die nun „Martin-Ulbrich-Haus“ genannte Einrichtung zunächst zum Stadtkrankenhaus und später zu der heute bekannten Orthopädischen Fachklinik. Von Plexiglas-Hüftprothesen aus den fünfziger Jahren, bis hin zu modernen Gelenkprothesen und anderen medizinischen Geräten, reichen die zu besichtigenden Ausstellungsstücke. Eine Menge neuer Informationen über die Entwicklung der Arbeit an Körperbehinderten und der fachlichen Entwicklung des Orthopädischen Zentrums Rothenburg erhält der Besucher des kleinen, aber interessant gestalteten Museums.

 

Krankenhausseelsorge

Krankenhausseelsorge? Ich brauche einen Arzt und keinen Seelentröster!

Wenn der Krankenhausseelsorger unerwartet in ein Patientenzimmer kommt, erlebt er ganz verschiedene Reaktionen. Diese reichen von Freude über den Besuch bis zum ungläubigen Staunen. Verwundert denkt mancher: "Ich habe doch Rückenschmerzen, da brauche ich ärztliche Hilfe aber keinen "Seelentröster". Oder "Meine Hüfte war kaputt", da musste operiert werden. Was hat das mit meinem seelischen Befinden zu tun?"
 
Körper und Geist gehören untrennbar zusammen
Tief in uns haben wir eine Ahnung, dass Körper und Geist viel enger zusammengehören, als wir uns das eingestehen. Unser Leib und unsere Seele beeinflussen sich wechselseitig, oft mehr, als wir das für uns selber wahrhaben wollen. Der Schulmediziner untersucht mit den Händen, wertet Röntgenbilder und Blutuntersuchungen aus, schaut auf das Messbare und Zählbare. Es gibt aber noch mehr, das über Messbares und Zählbares hinausgeht, das nicht gezählt sondern nur erzählt werden kann. Das ist Aufgabe der Krankenhausseelsorge, das Nur-Erzählbare ins Spiel zu bringen. Gespräche, die davon erzählen, wie bin ich in diese Lage gekommen, die Schmerzen und Hoffnungen zur Sprache kommen lassen, die Bilder, Geschichten und Sinnzusammenhänge suchen. Worte, in denen ich mich aufgehoben und verstanden fühlen kann.
 
Parkbank
 
Wann und in welchen Situationen kann ich mit dem Krankenhausseelsorger sprechen?
Die Krankenhausseelsorge im Martin-Ulbrich-Haus wird von Herr Thomas Schröcke wahrgenommen. Er steht sowohl den Patientinnen und Patienten des Hauses als auch der Mitarbeiterschaft als Gesprächspartner zur Verfügung. Der Krankenhausseelsorger ist immer Dienstag, Mittwoch und Freitag im Haus. Ärzte, Pflegekräfte oder der Sozialdienst können den Kontakt zur Seelsorge herstellen. Unsere Patienten können den Seelsorger mit dem Patiententelefon vom Bett aus erreichen und ein Gespräch verabreden.
 
 
Ansprechpartner
 
Thomas Schröcke
Seelsorger
 
Unsere Kapelle steht jederzeit allen offen
Wir haben eine sehr schöne Kapelle in unserem Haus, die allen jederzeit als Raum der Einkehr und des Rückzuges offen steht. Hier finden Sie auch eine große Auswahl an meditativer und christlicher Literatur. Jeden zweiten Sonntag und an fast allen christlichen Feiertagen findet in unserer Kapelle ein Gottesdienst statt, der per Videoübertragung auch in den Patientenzimmern empfangen werden kann. Einmal in der Woche sind Mitarbeiter, Patienten und Gäste zu einer geistlichen Mittagspause in die Kapelle eingeladen.

Blick in die Kapelle

Die Angebote der Krankenhausseelsorge sind frei und offen. Sie verfolgen kein anderes Ziel, als Ihrem Wohlergehen zu dienen.

Unternehmensleitung

Geschäftsführung

Geschaeftsfuehrer

Geschäftsführer
Herr Jörg Ruppert
Tel.: 035891 42 101

info@klinik-rothenburg.de

Krankenhausleitung

Die Krankenhausleitung besteht aus:

Frau_Cornelia_Seibt_Verwaltungsleitung

der Verwaltungsleiterin
Dipl. Kauffrau (FH) Cornelia Seibt
Tel.: 035891 42 101

Chefarzt_Dr_med_Torsten_Menzel
dem leitenden Chefarzt

Dr. med. Torsten Menzel
FA f. Orthopädie/Unfallchirurgie
Tel.: 035891 42 201

Frau_Brigitte_Kerger_Pflegedienstleitung

und der Pflegedienstleiterin
Frau Brigitte Kerger B.Sc.
Tel.: 035891 42 300

info@klinik-rothenburg.de

Gremien

Die Gesellschafter des Orthopädischen Zentrums Martin-Ulbrich-Haus Rothenburg gGmbH sind:

Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

Vertreter:
Herr Andreas Böer, Reichenbach
Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,
Bürgermeister der Stadt Reichenbach/OL AD

Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-
schlesische Oberlausitz e.V.

Vertreter:
Frau Pfarrerin Barbara Eschen,
Direktorin des Diakonischen Werkes
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V.

Diakonissenanstalt Emmaus Niesky

Vertreter:
Frau Sonja Röntsch Oberin
Vorstand Emmausstiftung

Aufsichtsrat

Vorsitzender des Aufsichtsrates
Herr Andreas Böer, Reichenbach
Mitglied der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,
Bürgermeister der Stadt Reichenbach/OL AD

Stellvertreter
Herr Martin Matz,
Kaufmännischer Vorstand DWBO

Mitglieder
Herr Martin Herche
Generalsuperintendent Sprengel Görlitz

Herr Prof. Dr. med. Michael Wagner
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie,
Bethanien Krankenhaus Chemnitz gemeinnützige GmbH

Herr André Maywald
Vorstand Medizinische Kooperation Görlitz e.G.

Leitbilder der Klinik

Christliche Nächstenliebe führte zur Gründung des Martin-Ulbrich-Hauses. Es ist tätig im Sinne der Diakonie als Lebens- und Wesensäußerung evangelischen Glaubens und in praktischer Betätigung christlicher Nächstenliebe.

Unternehmensleitbild

Die Leitsätze wurden durch die Gesellschafter des Orthopädischen Zentrums Rothenburg am
22. Oktober 2002 beschlossen. Von den Mitarbeitern aus allen Führungsebenen unseres Hauses wurde die Kommentierung der Leitsätze gemeinsam erarbeitet.

Dieses Leitbild ist sozusagen das Grundgesetz unseres Unternehmens. Es zeigt die geistigen und geistlichen Grundlagen und gibt einen visionären Rahmen vor, der von Ihnen allen ausgefüllt werden sollte. Es erhebt keinen Anspruch darauf, dass unsere Einrichtung bereits alles erreicht hat, aber es zeigt sowohl Horizonte als auch Grenzen des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.

Unsere Leitsätze

  • Jeder Mensch ist Gottes geliebtes Geschöpf. Im Helfen und Heilen, Pflegen und Begleiten die Liebe Gottes weiterzugeben, ist unser Auftrag.
  • Jeder Patient und Heimbewohner steht in seiner Ganzheitlichkeit im Mittelpunkt unseres Tuns und Handelns. Ihm bieten wir ein zu Hause auf Zeit oder Lebenszeit.
  • Ökonomie und Qualität sind bei uns keine Gegensätze, sondern wir setzen die verfügbaren Finanzmittel für einen möglichst großen Nutzen für unsere Patienten ein.
  • Die Mitarbeiter prägen durch einen partnerschaftlichen und respektvollen Umgang und gegenseitige Unterstützung im Geist der christlichen Nächstenliebe den Charakter des Hauses. Die Vorgesetzten fördern die Motivation der Mitarbeiter durch einen transparenten vertrauensvollen und situativen Führungsstil.
  • Das Orthopädische Zentrum Martin-Ulbrich-Haus Rothenburg versteht sich als Teil des Gemeinwesens. In diesem Rahmen pflegen wir eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Erbringern medizinischer und sozialer Leistungen.

Ein Unternehmensleitbild wird nicht für die Ewigkeit erstellt. Gesellschaftliche und politische sowie medizinische und wirtschaftliche Veränderungen finden auch hier ihren Niederschlag. Die Zielvorstellung des Leitbildes und die Realität werden in regelmäßigen Abständen abgeglichen und Veränderungsprozesse eingeleitet.

Pflegeleitbild
 
Im Vordergrund unserer Arbeit steht der Patient. Ihm wollen wir in unserer Einrichtung ein "Zu Hause auf Zeit" schaffen. Teil dieser Bemühung der ganzen Dienstgemeinschaft ist die Pflege, die ihre Arbeit unter den Leitsatz aus der Bibel stellt:
"Alles nun, was ihr wollt, das euch die Menschen tun sollen, das tut ihnen auch."

(Matth. 7,12)

Orientiert an einem christlichen Menschenbild bedeutet Pflege für uns, dass der Patient in seiner Krankheit/Behinderung bei der Durchführung jener Verrichtungen Hilfe empfängt, die zur Gesundung und Rekonvaleszenz beitragen und die er ohne Hilfe selbst durchführen würde, wenn er die dazu nötige Kraft, den Willen oder das Wissen hätte. Dabei sollen seine körperlichen, geistigen, seelischen und sozialen Bedürfnisse befriedigt und seine Ressourcen erkannt und aktiviert werden. Patienten sind für uns mündige Partner! Wir sind bemüht, wechselseitiges Vertrauen aufzubauen, Verständnis für unser notwendiges Handeln zu vermitteln und sie in dieses mit einzubeziehen.

Krankenpflege

Orientierung an modernen, pflegewissenschaftlichen Erkentnissen und Modellen
In unserer Pflege orientieren wir uns an modernen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen und Pflegemodellen. Wir bewerten und beurteilen die Situation der Patienten in regelmäßigen Abständen neu und legen situationsgemäß neue Ziele und Maßnahmen der Pflege fest. Wir arbeiten auf der Grundlage einer übersichtlichen Pflegedokumentation nach Pflegestandards. Wir sind bemüht, unsere täglichen Abläufe in einer für alle Patienten angemessenen und an ihren Bedürfnissen orientierten Weise zu organisieren.

Krankenhausseelsorge und sozialer Dienst runden unser Pflegeleitbild ab
In die Pflege im weiteren Sinne des Wortes beziehen wir die Krankenhausseelsorge sowie den sozialen Dienst mit seinen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern jederzeit ein. Auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus vermitteln wir fachliche, soziale und seelsorgerliche Hilfe.
Wir verstehen Pflege als eigenständige Profession mit eigenem beruflichen Auftrag, Können, Gewicht und eigener Verantwortlichkeit sowie dem Recht und der Pflicht, dass Pflegende ihre spezifischen Fähigkeiten und Kompetenzen gleichberechtigt mit anderen Berufsgruppen einbringen können.
Wir arbeiten als Pflegende zum Wohle der Patienten mit diesen, ihren Angehörigen, Menschen der eigenen und anderen Berufsgruppen sowie mit Ehrenamtlichen zusammen. Wir nutzen die Möglichkeiten der Teamarbeit, um die unterschiedlichen Wissensstände und Erfahrungswerte für die zu erfüllenden Aufgaben einzusetzen und akzeptieren uns gegenseitig.